Baumann

Familienname/Nachname
Häufigkeit: sehr häufig
Varianten: Bumannde Buman

Etymologie

Berufsname zu mhd. bûman ‘Bauer, Pächter eines Bauerngutes; Landarbeiter’. Damit wurde speziell derjenige Bauer bezeichnet, der die Verpflichtung zur Bewirtschaftung eines Lehens übernahm. Im älteren Schweizerdeutschen hatte Būmann dagegen vorwiegend die Bedeutung ‘Rebmann, Weingärtner’ (Id. 4, 270); diese dürfte auch für zahlreiche der Deutschschweizer Baumann zutreffen. Die Schreibvariante Bumann ist im Unterschied zur ausserordentlich häufigen Namenform Baumann (der elfthäufigste Familienname in der Schweiz) wesentlich seltener; sie zeigt auch in der Schrift noch die alte mhd. Lautung ohne Hiatusdiphthongierung im Bestimmungswort (vgl. Berchtold 2018/2019, 46f.). Allerdings lautet auch die traditionelle Mundartaussprache von Baumann Būmǝ. Die mundartliche Reduktion des Grundworts zu -mǝ tritt (heute) vorwiegend bei Namen mit einsilbigem Bestimmungswort auf, während in Namen mit zweisilbigem Bestimmungswort das Grundwort in der Regel noch mit vollem Vokal a sowie teilweise mit auslautendem -n realisiert wird (vgl. Berchtold 2018/2019, 40 mit weiterer Literatur, sowie etwa auch Bachmann oder Zimmermann).
(Berchtold/Graf, Die Familiennamen der deutschen Schweiz)

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