Marti

Familienname/Nachname
Häufigkeit: sehr häufig
Varianten: MartyMarthy

Etymologie

Vatername, basierend auf dem männlichen Rufnamen Martin, lat. martinus ‘der Kriegerische’ (einer Ableitung zum Namen des römischen Kriegsgottes Mars). In der mundartlichen Realisierung, die in den Familiennamen überging, ist das auslautende -n verstummt (vgl. Id. 4, 426), so dass der Familienname formal den Kurzformen auf -i gleicht (vgl. etwa Lüthi). Im Mittelalter wird der Name durch den heiligen Martin, Bischof von Tours (4. Jh.), bekannt und sehr beliebt, was sich auch in den häufigen Martinspatrozinien (vor allem im ehemals karolingisch-fränkischen Raum) niederschlägt. Die Form <Marti> gehört mit Kunz und Lüthi zu den drei häufigsten Familiennamen in der Schweiz, die auf einen Personennamen zurückgehen. Vgl. auch Martin sowie Camartin.
(Berchtold/Graf, Die Familiennamen der deutschen Schweiz)

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